Aufgrund meines schmerztherapeutischen Schwerpunktes in meiner Ordination mit TCM-Schwerpunkt in Wien betreue ich überdurchschnittlich viele PatientInnen mit Migräne.
Bei Migräne ist gerade die TCM, dabei vor allem die Akupunktur, eine sehr wichtige und effiziente Therapiemaßnahme, sowohl als Akuttherapie wie auch als Prophylaxe von Migräne-Anfällen.
Allgemeines
Circa 13% der Weltbevölkerung leidet an mehr oder weniger starker Migräne. Sie kommt in jedem Alter vor. Eine besondere Häufung beobachtet man zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr. Während dieses Lebensabschnittes sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Migräne stellt daher nicht nur eine schwerwiegende persönliche Belastung dar, sondern ist auch eine beachtliche sozioökonomische Belastung, die zu vielen Arbeitsausfällen führt.
Welche Ursachen liegen der Migräne zu Grunde?
Mittlerweile haben zahlreiche Forschungsergebnisse gezeigt, dass die Migräne neurobiologische Ursachen hat und nicht nur eine psychogen bedingte Erkrankung ist. Es scheint sich dabei eine Funktionsstörung zwischen bestimmten Arealen im Hirnstamm und den schmerzverarbeitenden Bereichen im Cortex zu handeln. Im Rahmen eines Migräne-Anfalls werden verschiedene neuroinflammatorische Substanzen im Gehirn freigesetzt, im besonderen Ausmaß das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP). Die neu entwickelten monoklonalen Antikörper zur Prophylaxe der Migräne setzen genau an diesem Mechanismus an.
Wie kann man eine Migräne diagnostizieren?
Bisher gibt es keinen Laborwert und auch keine bildgebende Untersuchung zur Diagnose der Migräne. Migräne kann nach wie vor nur klinisch diagnostiziert werden, das heißt nur durch ein ausführliches Anamnesegespräch durch einen erfahrenen Arzt.
Einteilung der verschiedenen Formen
Die Einteilung aller Kopfschmerzformen erfolgt nach der Internationalen Klassifikation für Kopfschmerzerkrankungen (ICHD). Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzerkrankungen. Man unterteilt sie in eine Migräne mit Aura und in eine Migräne ohne Aura.
Zudem unterscheidet man zwischen einer episodischen Migräne mit weniger als 15 Kopfschmerztagen pro Monat und einer chronischen Migräne mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat.
Wie verläuft Migräne ohne Aura?
Charakteristisch für Migräne ohne Aura sind wiederkehrende heftige Kopfschmerzattacken. Diese sind überwiegend einseitig und in einem lokal begrenzten Areal. Sie haben pulsierenden Charakter und eine mittelstarke bis starke Schmerzintensität. Oftmals sind die Kopfschmerzen von Übelkeit, Erbrechen, starker Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet und verschlechtern sich bei körperlicher Belastung. Daher müssen sich PatientInnen oft in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen. Unbehandelt kann der Migräneanfall bis zu 72 Stunden dauern. Bei Kindern und Jugendlichen kann der Migränanfall ohne medikamentöse Therapie auch deutlich kürzer sein.
Wie verläuft die Migräne mit Aura?
Bei der Migräne mit Aura kommt es zu neurologischen Ausfallserscheinungen, die aber typischerweise wieder nach 5 bis 60 Minuten zur Gänze verschwinden und sehr unterschiedlich sein können. Sehr häufig sind dies Sehstörungen wie zum Beispiel das Auftreten von Lichtblitzen, Teilausfall oder Totalausfall eines Gesichtsfeldes, Sehen von Zick-Zack-Linien etc. All diese Symptome sind zwar ungefährlich aber für die PatientInnen sehr belastend.
Diese sogenannten Auren können manchmal aber auch ohne Kopfschmerzattacken auftreten.
Welche klinischen Vorzeichen für einen Migräneanfall gibt es?
Knapp ein Drittel der PatientInnen berichten über Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nackensteifigkeit oder Heißhunger in den Stunden und Tagen vor dem Migräneanfall.
Welche schulmedizinischen Standard-Therapien gibt es für die akute Migräne-Attacke?
Dafür stehen aktuell verschieden Medikamentengruppen zur Verfügung. Dies sind zum einen verschiedene Analgetika sowie Nicht-steroidale Analgetika (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Metamizol, etc.). Üblicherweise haben PatientInnen gute Erfahrungen welche Medikamente bei ihnen am besten wirken.
Weiters stehen verschiedene sogenannte Triptane zur Verfügung. Triptane sind die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräneanfällen. Sie dürfen allerdings bei Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht gegeben werden. Dazu zählen zum Beispiel der Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder transitorisch ischämische Attacken (TIA).
Die modernste Therapieform ist mittlerweile die „Migräne-Spritze“. Es handelt sich dabei um eine Antikörpertherapie zur Vorbeugung von Migräneattacken, die gezielt das CGRP-Peptid (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockiert, welches an der Schmerzentstehung beteiligt ist.
Wann beginne ich mit der Schmerztherapie bei einem sporadischen Migräneanfall?
Ganz besonders wichtig ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn, am besten gleich beim Auftreten der ersten Symptome, auch wenn diese nur mild erscheinen. Zudem ist eine ausreichend hohe Dosierung des Schmerzmittels wichtig, um eine effiziente Schmerztherapie des akuten Migräneanfalls zu erzielen. Das Ziel der Schmerztherapie ist die bestmögliche Schmerzreduktion, idealerweise aber die Schmerzfreiheit innerhalb der ersten zwei Stunden.
Welche nicht-medikamentösen Therapieverfahren gibt es?
Nicht-medikamentöse Therapieverfahren haben vor allem in der Migräne-Prophylaxe einen großen Stellenwert. Alle Migräne-PatientInnen sollten grundsätzlich, natürlich an ihren Lebensstil angepaßt, Stresssituationen möglichst reduzieren. Für die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, für Biofeedback-Training, für Ausdauersport (mindestens 3x wöchentlich 30 Minuten), für kognitive Verhaltenstherapien und für Akupunktur sind in der Migräne-Prophylaxe wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen.
Welche neuesten medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Migräne-Prophylaxe stehen zur Verfügung?
Zu den neuesten Medikamenten in der Prophylaxe der Migräne gehören die Therapie mit monoklonalen Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und dessen Rezeptor. Diese werden als Injektion subkutan nur alle ein bis drei Monate verabreicht und zeigt eine gute Verträglichkeit mit wenigen Nebenwirkungen, wie leichten Reaktionen an der Einstichstelle. Ziel ist durchschnittliche Reduktion der Migräneanfälle um mindestens 50% im Vergleich zum Ausgangswert.
Aktuell stehen in Österreich mehrere entsprechende Therapeutika zur Verfügung, die genaue Therapieindikation und Auswahl muss bei FachärztInnen für Neurologie erfolgen. Da die Kosten dafür sind hoch werden sie von Krankenkassen erst dann übernommen, wenn Standardprophylaxen versagen.
Wann und wie oft erfolgt die Anwendung von Akupunktur?
Die Akupunktur kann sowohl bei einem Migräne-Anfall wie auch zur Migräne-Prophylaxe angewandt werden. Bei akuten Migräne-Anfällen melden sich „erfahrene“ Migräne-PatientInnen sofort unmittelbar bei mir und bekommen, wenn ich in der Ordination bin, immer einen akuten Termin.
Viele PatientInnen mit Migräne kommen aber auch zur Prophylaxe ihrer Migräne-Anfälle regelmäßig in bestimmten Intervallen. Diese Intervalle sind individuell sehr verschieden und liegen zwischen zwei bis vier Wochen. Dadurch reduzieren sich die Migräne-Attacken drastisch bzw. verschwinden diese oftmals.
Folgende Akupunktur-Methoden kommen zur Anwendung:
- Körper-Akupunktur
- Ohr-Akupunktur
- Mastoid-Akupunktur
Vor dem Beginn mit einer TCM-Behandlung bei Migräne überprüfe ich aber immer zuerst ob auch alle schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten optimal ausgenützt werden. Oftmals bestehen diesbezüglich erhebliche Wissens- und Therapiedefizite. Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes zusätzlich mit TCM und Akupunktur kann ich gerade bei Migräne einen sehr positiven therapeutischen Beitrag für die PatientInnen leisten kann. Sehr gerne berate ich Sie dazu !

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines schmerztherapeutischen Schwerpunktes in meiner Ordination mit TCM-Schwerpunkt in Wien betreue ich überdurchschnittlich viele PatientInnen mit Migräne.
Bei Migräne ist gerade die TCM, dabei vor allem die Akupunktur, eine sehr wichtige und effiziente Therapiemaßnahme, sowohl als Akuttherapie wie auch als Prophylaxe von Migräne-Anfällen.
Allgemeines
Circa 13% der Weltbevölkerung leidet an mehr oder weniger starker Migräne. Sie kommt in jedem Alter vor. Eine besondere Häufung beobachtet man zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr. Während dieses Lebensabschnittes sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Migräne stellt daher nicht nur eine schwerwiegende persönliche Belastung dar, sondern ist auch eine beachtliche sozioökonomische Belastung, die zu vielen Arbeitsausfällen führt.
Welche Ursachen liegen der Migräne zu Grunde?
Mittlerweile haben zahlreiche Forschungsergebnisse gezeigt, dass die Migräne neurobiologische Ursachen hat und nicht nur eine psychogen bedingte Erkrankung ist. Es scheint sich dabei eine Funktionsstörung zwischen bestimmten Arealen im Hirnstamm und den schmerzverarbeitenden Bereichen im Cortex zu handeln. Im Rahmen eines Migräne-Anfalls werden verschiedene neuroinflammatorische Substanzen im Gehirn freigesetzt, im besonderen Ausmaß das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP). Die neu entwickelten monoklonalen Antikörper zur Prophylaxe der Migräne setzen genau an diesem Mechanismus an.
Wie kann man eine Migräne diagnostizieren?
Bisher gibt es keinen Laborwert und auch keine bildgebende Untersuchung zur Diagnose der Migräne. Migräne kann nach wie vor nur klinisch diagnostiziert werden, das heißt nur durch ein ausführliches Anamnesegespräch durch einen erfahrenen Arzt.
Einteilung der verschiedenen Formen
Die Einteilung aller Kopfschmerzformen erfolgt nach der Internationalen Klassifikation für Kopfschmerzerkrankungen (ICHD). Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzerkrankungen. Man unterteilt sie in eine Migräne mit Aura und in eine Migräne ohne Aura.
Zudem unterscheidet man zwischen einer episodischen Migräne mit weniger als 15 Kopfschmerztagen pro Monat und einer chronischen Migräne mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat.
Wie verläuft Migräne ohne Aura?
Charakteristisch für Migräne ohne Aura sind wiederkehrende heftige Kopfschmerzattacken. Diese sind überwiegend einseitig und in einem lokal begrenzten Areal. Sie haben pulsierenden Charakter und eine mittelstarke bis starke Schmerzintensität. Oftmals sind die Kopfschmerzen von Übelkeit, Erbrechen, starker Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet und verschlechtern sich bei körperlicher Belastung. Daher müssen sich PatientInnen oft in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen. Unbehandelt kann der Migräneanfall bis zu 72 Stunden dauern. Bei Kindern und Jugendlichen kann der Migränanfall ohne medikamentöse Therapie auch deutlich kürzer sein.
Wie verläuft die Migräne mit Aura?
Bei der Migräne mit Aura kommt es zu neurologischen Ausfallserscheinungen, die aber typischerweise wieder nach 5 bis 60 Minuten zur Gänze verschwinden und sehr unterschiedlich sein können. Sehr häufig sind dies Sehstörungen wie zum Beispiel das Auftreten von Lichtblitzen, Teilausfall oder Totalausfall eines Gesichtsfeldes, Sehen von Zick-Zack-Linien etc. All diese Symptome sind zwar ungefährlich aber für die PatientInnen sehr belastend.
Diese sogenannten Auren können manchmal aber auch ohne Kopfschmerzattacken auftreten.
Welche klinischen Vorzeichen für einen Migräneanfall gibt es?
Knapp ein Drittel der PatientInnen berichten über Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nackensteifigkeit oder Heißhunger in den Stunden und Tagen vor dem Migräneanfall.
Welche schulmedizinischen Standard-Therapien gibt es für die akute Migräne-Attacke?
Dafür stehen aktuell verschieden Medikamentengruppen zur Verfügung. Dies sind zum einen verschiedene Analgetika sowie Nicht-steroidale Analgetika (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Metamizol, etc.). Üblicherweise haben PatientInnen gute Erfahrungen welche Medikamente bei ihnen am besten wirken.
Weiters stehen verschiedene sogenannte Triptane zur Verfügung. Triptane sind die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräneanfällen. Sie dürfen allerdings bei Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht gegeben werden. Dazu zählen zum Beispiel der Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder transitorisch ischämische Attacken (TIA).
Die modernste Therapieform ist mittlerweile die „Migräne-Spritze“. Es handelt sich dabei um eine Antikörpertherapie zur Vorbeugung von Migräneattacken, die gezielt das CGRP-Peptid (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockiert, welches an der Schmerzentstehung beteiligt ist.
Wann beginne ich mit der Schmerztherapie bei einem sporadischen Migräneanfall?
Ganz besonders wichtig ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn, am besten gleich beim Auftreten der ersten Symptome, auch wenn diese nur mild erscheinen. Zudem ist eine ausreichend hohe Dosierung des Schmerzmittels wichtig, um eine effiziente Schmerztherapie des akuten Migräneanfalls zu erzielen. Das Ziel der Schmerztherapie ist die bestmögliche Schmerzreduktion, idealerweise aber die Schmerzfreiheit innerhalb der ersten zwei Stunden.
Welche nicht-medikamentösen Therapieverfahren gibt es?
Nicht-medikamentöse Therapieverfahren haben vor allem in der Migräne-Prophylaxe einen großen Stellenwert. Alle Migräne-PatientInnen sollten grundsätzlich, natürlich an ihren Lebensstil angepaßt, Stresssituationen möglichst reduzieren. Für die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, für Biofeedback-Training, für Ausdauersport (mindestens 3x wöchentlich 30 Minuten), für kognitive Verhaltenstherapien und für Akupunktur sind in der Migräne-Prophylaxe wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen.
Welche neuesten medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Migräne-Prophylaxe stehen zur Verfügung?
Zu den neuesten Medikamenten in der Prophylaxe der Migräne gehören die Therapie mit monoklonalen Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und dessen Rezeptor. Diese werden als Injektion subkutan nur alle ein bis drei Monate verabreicht und zeigt eine gute Verträglichkeit mit wenigen Nebenwirkungen, wie leichten Reaktionen an der Einstichstelle. Ziel ist durchschnittliche Reduktion der Migräneanfälle um mindestens 50% im Vergleich zum Ausgangswert.
Aktuell stehen in Österreich mehrere entsprechende Therapeutika zur Verfügung, die genaue Therapieindikation und Auswahl muss bei FachärztInnen für Neurologie erfolgen. Da die Kosten dafür sind hoch werden sie von Krankenkassen erst dann übernommen, wenn Standardprophylaxen versagen.
Wann und wie oft erfolgt die Anwendung von Akupunktur?
Die Akupunktur kann sowohl bei einem Migräne-Anfall wie auch zur Migräne-Prophylaxe angewandt werden. Bei akuten Migräne-Anfällen melden sich „erfahrene“ Migräne-PatientInnen sofort unmittelbar bei mir und bekommen, wenn ich in der Ordination bin, immer einen akuten Termin.
Viele PatientInnen mit Migräne kommen aber auch zur Prophylaxe ihrer Migräne-Anfälle regelmäßig in bestimmten Intervallen. Diese Intervalle sind individuell sehr verschieden und liegen zwischen zwei bis vier Wochen. Dadurch reduzieren sich die Migräne-Attacken drastisch bzw. verschwinden diese oftmals.
Folgende Akupunktur-Methoden kommen zur Anwendung:
- Körper-Akupunktur
- Ohr-Akupunktur
- Mastoid-Akupunktur
Vor dem Beginn mit einer TCM-Behandlung bei Migräne überprüfe ich aber immer zuerst ob auch alle schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten optimal ausgenützt werden. Oftmals bestehen diesbezüglich erhebliche Wissens- und Therapiedefizite. Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes zusätzlich mit TCM und Akupunktur kann ich gerade bei Migräne einen sehr positiven therapeutischen Beitrag für die PatientInnen leisten kann. Sehr gerne berate ich Sie dazu !

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines schmerztherapeutischen Schwerpunktes in meiner Ordination mit TCM-Schwerpunkt in Wien betreue ich überdurchschnittlich viele PatientInnen mit Migräne.
Bei Migräne ist gerade die TCM, dabei vor allem die Akupunktur, eine sehr wichtige und effiziente Therapiemaßnahme, sowohl als Akuttherapie wie auch als Prophylaxe von Migräne-Anfällen.
Allgemeines
Circa 13% der Weltbevölkerung leidet an mehr oder weniger starker Migräne. Sie kommt in jedem Alter vor. Eine besondere Häufung beobachtet man zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr. Während dieses Lebensabschnittes sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Migräne stellt daher nicht nur eine schwerwiegende persönliche Belastung dar, sondern ist auch eine beachtliche sozioökonomische Belastung, die zu vielen Arbeitsausfällen führt.
Welche Ursachen liegen der Migräne zu Grunde?
Mittlerweile haben zahlreiche Forschungsergebnisse gezeigt, dass die Migräne neurobiologische Ursachen hat und nicht nur eine psychogen bedingte Erkrankung ist. Es scheint sich dabei eine Funktionsstörung zwischen bestimmten Arealen im Hirnstamm und den schmerzverarbeitenden Bereichen im Cortex zu handeln. Im Rahmen eines Migräne-Anfalls werden verschiedene neuroinflammatorische Substanzen im Gehirn freigesetzt, im besonderen Ausmaß das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP). Die neu entwickelten monoklonalen Antikörper zur Prophylaxe der Migräne setzen genau an diesem Mechanismus an.
Wie kann man eine Migräne diagnostizieren?
Bisher gibt es keinen Laborwert und auch keine bildgebende Untersuchung zur Diagnose der Migräne. Migräne kann nach wie vor nur klinisch diagnostiziert werden, das heißt nur durch ein ausführliches Anamnesegespräch durch einen erfahrenen Arzt.
Einteilung der verschiedenen Formen
Die Einteilung aller Kopfschmerzformen erfolgt nach der Internationalen Klassifikation für Kopfschmerzerkrankungen (ICHD). Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzerkrankungen. Man unterteilt sie in eine Migräne mit Aura und in eine Migräne ohne Aura.
Zudem unterscheidet man zwischen einer episodischen Migräne mit weniger als 15 Kopfschmerztagen pro Monat und einer chronischen Migräne mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat.
Wie verläuft Migräne ohne Aura?
Charakteristisch für Migräne ohne Aura sind wiederkehrende heftige Kopfschmerzattacken. Diese sind überwiegend einseitig und in einem lokal begrenzten Areal. Sie haben pulsierenden Charakter und eine mittelstarke bis starke Schmerzintensität. Oftmals sind die Kopfschmerzen von Übelkeit, Erbrechen, starker Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet und verschlechtern sich bei körperlicher Belastung. Daher müssen sich PatientInnen oft in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen. Unbehandelt kann der Migräneanfall bis zu 72 Stunden dauern. Bei Kindern und Jugendlichen kann der Migränanfall ohne medikamentöse Therapie auch deutlich kürzer sein.
Wie verläuft die Migräne mit Aura?
Bei der Migräne mit Aura kommt es zu neurologischen Ausfallserscheinungen, die aber typischerweise wieder nach 5 bis 60 Minuten zur Gänze verschwinden und sehr unterschiedlich sein können. Sehr häufig sind dies Sehstörungen wie zum Beispiel das Auftreten von Lichtblitzen, Teilausfall oder Totalausfall eines Gesichtsfeldes, Sehen von Zick-Zack-Linien etc. All diese Symptome sind zwar ungefährlich aber für die PatientInnen sehr belastend.
Diese sogenannten Auren können manchmal aber auch ohne Kopfschmerzattacken auftreten.
Welche klinischen Vorzeichen für einen Migräneanfall gibt es?
Knapp ein Drittel der PatientInnen berichten über Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nackensteifigkeit oder Heißhunger in den Stunden und Tagen vor dem Migräneanfall.
Welche schulmedizinischen Standard-Therapien gibt es für die akute Migräne-Attacke?
Dafür stehen aktuell verschieden Medikamentengruppen zur Verfügung. Dies sind zum einen verschiedene Analgetika sowie Nicht-steroidale Analgetika (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Metamizol, etc.). Üblicherweise haben PatientInnen gute Erfahrungen welche Medikamente bei ihnen am besten wirken.
Weiters stehen verschiedene sogenannte Triptane zur Verfügung. Triptane sind die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräneanfällen. Sie dürfen allerdings bei Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht gegeben werden. Dazu zählen zum Beispiel der Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder transitorisch ischämische Attacken (TIA).
Die modernste Therapieform ist mittlerweile die „Migräne-Spritze“. Es handelt sich dabei um eine Antikörpertherapie zur Vorbeugung von Migräneattacken, die gezielt das CGRP-Peptid (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockiert, welches an der Schmerzentstehung beteiligt ist.
Wann beginne ich mit der Schmerztherapie bei einem sporadischen Migräneanfall?
Ganz besonders wichtig ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn, am besten gleich beim Auftreten der ersten Symptome, auch wenn diese nur mild erscheinen. Zudem ist eine ausreichend hohe Dosierung des Schmerzmittels wichtig, um eine effiziente Schmerztherapie des akuten Migräneanfalls zu erzielen. Das Ziel der Schmerztherapie ist die bestmögliche Schmerzreduktion, idealerweise aber die Schmerzfreiheit innerhalb der ersten zwei Stunden.
Welche nicht-medikamentösen Therapieverfahren gibt es?
Nicht-medikamentöse Therapieverfahren haben vor allem in der Migräne-Prophylaxe einen großen Stellenwert. Alle Migräne-PatientInnen sollten grundsätzlich, natürlich an ihren Lebensstil angepaßt, Stresssituationen möglichst reduzieren. Für die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, für Biofeedback-Training, für Ausdauersport (mindestens 3x wöchentlich 30 Minuten), für kognitive Verhaltenstherapien und für Akupunktur sind in der Migräne-Prophylaxe wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen.
Welche neuesten medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Migräne-Prophylaxe stehen zur Verfügung?
Zu den neuesten Medikamenten in der Prophylaxe der Migräne gehören die Therapie mit monoklonalen Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und dessen Rezeptor. Diese werden als Injektion subkutan nur alle ein bis drei Monate verabreicht und zeigt eine gute Verträglichkeit mit wenigen Nebenwirkungen, wie leichten Reaktionen an der Einstichstelle. Ziel ist durchschnittliche Reduktion der Migräneanfälle um mindestens 50% im Vergleich zum Ausgangswert.
Aktuell stehen in Österreich mehrere entsprechende Therapeutika zur Verfügung, die genaue Therapieindikation und Auswahl muss bei FachärztInnen für Neurologie erfolgen. Da die Kosten dafür sind hoch werden sie von Krankenkassen erst dann übernommen, wenn Standardprophylaxen versagen.
Wann und wie oft erfolgt die Anwendung von Akupunktur?
Die Akupunktur kann sowohl bei einem Migräne-Anfall wie auch zur Migräne-Prophylaxe angewandt werden. Bei akuten Migräne-Anfällen melden sich „erfahrene“ Migräne-PatientInnen sofort unmittelbar bei mir und bekommen, wenn ich in der Ordination bin, immer einen akuten Termin.
Viele PatientInnen mit Migräne kommen aber auch zur Prophylaxe ihrer Migräne-Anfälle regelmäßig in bestimmten Intervallen. Diese Intervalle sind individuell sehr verschieden und liegen zwischen zwei bis vier Wochen. Dadurch reduzieren sich die Migräne-Attacken drastisch bzw. verschwinden diese oftmals.
Folgende Akupunktur-Methoden kommen zur Anwendung:
- Körper-Akupunktur
- Ohr-Akupunktur
- Mastoid-Akupunktur
Vor dem Beginn mit einer TCM-Behandlung bei Migräne überprüfe ich aber immer zuerst ob auch alle schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten optimal ausgenützt werden. Oftmals bestehen diesbezüglich erhebliche Wissens- und Therapiedefizite. Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes zusätzlich mit TCM und Akupunktur kann ich gerade bei Migräne einen sehr positiven therapeutischen Beitrag für die PatientInnen leisten kann. Sehr gerne berate ich Sie dazu !

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines schmerztherapeutischen Schwerpunktes in meiner Ordination mit TCM-Schwerpunkt in Wien betreue ich überdurchschnittlich viele PatientInnen mit Migräne.
Bei Migräne ist gerade die TCM, dabei vor allem die Akupunktur, eine sehr wichtige und effiziente Therapiemaßnahme, sowohl als Akuttherapie wie auch als Prophylaxe von Migräne-Anfällen.
Allgemeines
Circa 13% der Weltbevölkerung leidet an mehr oder weniger starker Migräne. Sie kommt in jedem Alter vor. Eine besondere Häufung beobachtet man zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr. Während dieses Lebensabschnittes sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Migräne stellt daher nicht nur eine schwerwiegende persönliche Belastung dar, sondern ist auch eine beachtliche sozioökonomische Belastung, die zu vielen Arbeitsausfällen führt.
Welche Ursachen liegen der Migräne zu Grunde?
Mittlerweile haben zahlreiche Forschungsergebnisse gezeigt, dass die Migräne neurobiologische Ursachen hat und nicht nur eine psychogen bedingte Erkrankung ist. Es scheint sich dabei eine Funktionsstörung zwischen bestimmten Arealen im Hirnstamm und den schmerzverarbeitenden Bereichen im Cortex zu handeln. Im Rahmen eines Migräne-Anfalls werden verschiedene neuroinflammatorische Substanzen im Gehirn freigesetzt, im besonderen Ausmaß das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP). Die neu entwickelten monoklonalen Antikörper zur Prophylaxe der Migräne setzen genau an diesem Mechanismus an.
Wie kann man eine Migräne diagnostizieren?
Bisher gibt es keinen Laborwert und auch keine bildgebende Untersuchung zur Diagnose der Migräne. Migräne kann nach wie vor nur klinisch diagnostiziert werden, das heißt nur durch ein ausführliches Anamnesegespräch durch einen erfahrenen Arzt.
Einteilung der verschiedenen Formen
Die Einteilung aller Kopfschmerzformen erfolgt nach der Internationalen Klassifikation für Kopfschmerzerkrankungen (ICHD). Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzerkrankungen. Man unterteilt sie in eine Migräne mit Aura und in eine Migräne ohne Aura.
Zudem unterscheidet man zwischen einer episodischen Migräne mit weniger als 15 Kopfschmerztagen pro Monat und einer chronischen Migräne mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat.
Wie verläuft Migräne ohne Aura?
Charakteristisch für Migräne ohne Aura sind wiederkehrende heftige Kopfschmerzattacken. Diese sind überwiegend einseitig und in einem lokal begrenzten Areal. Sie haben pulsierenden Charakter und eine mittelstarke bis starke Schmerzintensität. Oftmals sind die Kopfschmerzen von Übelkeit, Erbrechen, starker Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet und verschlechtern sich bei körperlicher Belastung. Daher müssen sich PatientInnen oft in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen. Unbehandelt kann der Migräneanfall bis zu 72 Stunden dauern. Bei Kindern und Jugendlichen kann der Migränanfall ohne medikamentöse Therapie auch deutlich kürzer sein.
Wie verläuft die Migräne mit Aura?
Bei der Migräne mit Aura kommt es zu neurologischen Ausfallserscheinungen, die aber typischerweise wieder nach 5 bis 60 Minuten zur Gänze verschwinden und sehr unterschiedlich sein können. Sehr häufig sind dies Sehstörungen wie zum Beispiel das Auftreten von Lichtblitzen, Teilausfall oder Totalausfall eines Gesichtsfeldes, Sehen von Zick-Zack-Linien etc. All diese Symptome sind zwar ungefährlich aber für die PatientInnen sehr belastend.
Diese sogenannten Auren können manchmal aber auch ohne Kopfschmerzattacken auftreten.
Welche klinischen Vorzeichen für einen Migräneanfall gibt es?
Knapp ein Drittel der PatientInnen berichten über Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nackensteifigkeit oder Heißhunger in den Stunden und Tagen vor dem Migräneanfall.
Welche schulmedizinischen Standard-Therapien gibt es für die akute Migräne-Attacke?
Dafür stehen aktuell verschieden Medikamentengruppen zur Verfügung. Dies sind zum einen verschiedene Analgetika sowie Nicht-steroidale Analgetika (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Metamizol, etc.). Üblicherweise haben PatientInnen gute Erfahrungen welche Medikamente bei ihnen am besten wirken.
Weiters stehen verschiedene sogenannte Triptane zur Verfügung. Triptane sind die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräneanfällen. Sie dürfen allerdings bei Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht gegeben werden. Dazu zählen zum Beispiel der Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder transitorisch ischämische Attacken (TIA).
Die modernste Therapieform ist mittlerweile die „Migräne-Spritze“. Es handelt sich dabei um eine Antikörpertherapie zur Vorbeugung von Migräneattacken, die gezielt das CGRP-Peptid (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockiert, welches an der Schmerzentstehung beteiligt ist.
Wann beginne ich mit der Schmerztherapie bei einem sporadischen Migräneanfall?
Ganz besonders wichtig ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn, am besten gleich beim Auftreten der ersten Symptome, auch wenn diese nur mild erscheinen. Zudem ist eine ausreichend hohe Dosierung des Schmerzmittels wichtig, um eine effiziente Schmerztherapie des akuten Migräneanfalls zu erzielen. Das Ziel der Schmerztherapie ist die bestmögliche Schmerzreduktion, idealerweise aber die Schmerzfreiheit innerhalb der ersten zwei Stunden.
Welche nicht-medikamentösen Therapieverfahren gibt es?
Nicht-medikamentöse Therapieverfahren haben vor allem in der Migräne-Prophylaxe einen großen Stellenwert. Alle Migräne-PatientInnen sollten grundsätzlich, natürlich an ihren Lebensstil angepaßt, Stresssituationen möglichst reduzieren. Für die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, für Biofeedback-Training, für Ausdauersport (mindestens 3x wöchentlich 30 Minuten), für kognitive Verhaltenstherapien und für Akupunktur sind in der Migräne-Prophylaxe wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen.
Welche neuesten medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Migräne-Prophylaxe stehen zur Verfügung?
Zu den neuesten Medikamenten in der Prophylaxe der Migräne gehören die Therapie mit monoklonalen Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und dessen Rezeptor. Diese werden als Injektion subkutan nur alle ein bis drei Monate verabreicht und zeigt eine gute Verträglichkeit mit wenigen Nebenwirkungen, wie leichten Reaktionen an der Einstichstelle. Ziel ist durchschnittliche Reduktion der Migräneanfälle um mindestens 50% im Vergleich zum Ausgangswert.
Aktuell stehen in Österreich mehrere entsprechende Therapeutika zur Verfügung, die genaue Therapieindikation und Auswahl muss bei FachärztInnen für Neurologie erfolgen. Da die Kosten dafür sind hoch werden sie von Krankenkassen erst dann übernommen, wenn Standardprophylaxen versagen.
Wann und wie oft erfolgt die Anwendung von Akupunktur?
Die Akupunktur kann sowohl bei einem Migräne-Anfall wie auch zur Migräne-Prophylaxe angewandt werden. Bei akuten Migräne-Anfällen melden sich „erfahrene“ Migräne-PatientInnen sofort unmittelbar bei mir und bekommen, wenn ich in der Ordination bin, immer einen akuten Termin.
Viele PatientInnen mit Migräne kommen aber auch zur Prophylaxe ihrer Migräne-Anfälle regelmäßig in bestimmten Intervallen. Diese Intervalle sind individuell sehr verschieden und liegen zwischen zwei bis vier Wochen. Dadurch reduzieren sich die Migräne-Attacken drastisch bzw. verschwinden diese oftmals.
Folgende Akupunktur-Methoden kommen zur Anwendung:
- Körper-Akupunktur
- Ohr-Akupunktur
- Mastoid-Akupunktur
Vor dem Beginn mit einer TCM-Behandlung bei Migräne überprüfe ich aber immer zuerst ob auch alle schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten optimal ausgenützt werden. Oftmals bestehen diesbezüglich erhebliche Wissens- und Therapiedefizite. Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes zusätzlich mit TCM und Akupunktur kann ich gerade bei Migräne einen sehr positiven therapeutischen Beitrag für die PatientInnen leisten kann. Sehr gerne berate ich Sie dazu !

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.





