Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes betreue ich in meiner internistisch-onkologischen Wahlordination in Wien sehr haufig PatientInnen, die unter den typischen Beschwerden eines Heuschnupfens leiden – medizinisch korrekt als saisonale Pollinosis oder allergische Rhinokonjunktivitis bezeichnet. Laut dem Osterreichischen Polleninformationsdienst (OPID) sind in Österreich rund zwei Millionen Menschen von Pollenallergien betroffen – Tendenz steigend. Bei den unter-30-Jährigen sind Allergien die haufigste chronische Erkrankung überhaupt.
Besonders aktuell: Die Pollensaison 2026 wird laut Pollenservice Wien der MedUni Wien nach dem schwächsten Birkenjahr der letzten 50 Jahre intensiver als zuletzt. Hasel, Erle und Birke zeigen überdurchschnittliche Aktivität – wer 2025 wenig Beschwerden hatte, sollte 2026 besonders aufmerksam sein.
Welche Pollen sind in Wien 2026 besonders relevant?
Die Pollensaison in Wien erstreckt sich mittlerweile von Februar bis Oktober – für viele Betroffene bedeutet das also bis zu neun Monate Pollensaison im Jahr . Laut medonline.at, beginnt die Pollensaison durch den Klimawandel immer früher und dauert immer länger. Die pollenfreie Zeit schrumpft auf wenige Wochen. Im Überblick:
- Februar – Marz: Hasel und Erle (Frühblüher) – 2026 besonders intensiv nach spätem, aber abruptem Start
- April – Mai: Birkenpollen – der wichtigste Auslöser für Pollenallergie in Wien; 2026 wird ein sogenanntes Mastjahr erwartet
- Mai – Juli: Gräserpollen und Roggen – mengenmassig häufigste Ursache saisonaler Allergien
- August – Oktober: Beifuss (Artemisia) und Ragweed (Ambrosia) – laut Pollenservice MedUni Wien vor allem im Osten Österreichs; Pollen werden aber auch aus Südosteuropa über weite Strecken transportiert
Was ist Pollenallergie – und wie entsteht sie?
Die Pollenallergie ist eine Erkrankung der Typ-I-Hypersensitivität: Das Immunsystem reagiert auf harmlose Pollenproteine wie auf gefährliche Eindringlinge. Bei Erstkontakt mit dem Allergen bildet der Körper allergenspezifische IgE-Antikorper, die sich an Mastzellen in den Schleimhauten anlagern. Bei erneutem Pollenkontakt werden Histamin und andere Entzündungsmediatoren ausgeschüttet. Das verursacht die typischen Beschwerden. Genetische Veranlagung, Luftverschmutzung und ein durch den modernen Lebensstil überreiztes Immunsystem gelten als Risikofaktoren.
Welche Symptome hat Heuschnupfen?
Die klassischen Symptome einer Pollenallergie sind Niesattacken, wassriger Fliessschnupfen, Nasenverstopfung sowie gerötete, juckende und tränende Augen. Viele PatientInnen berichten zusatzlich über Juckreiz im Gaumen, allgemeine Erschöpfung, vermehrtes Schwitzen, v.a. bei körperlicher Belastung sowie Konzentrationsstörungen. Besonders wichtig: Heuschnupfen ist keine harmlose Nasenerkrankung. Unbehandelt kann die chronische allergische Entzündung auf die unteren Atemwege übergreifen. Ein allergisches Asthma bronchiale kann eine mögliche Langzeitfolge sein.
Kreuzallergien bei Birkenpollen
Hasel, Erle und Birke können aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft sogenannte Kreuzallergien auslösen (gesundheit.gv.at – Pollensaison 2026) – sowohl untereinander als auch mit bestimmten Nahrungsmitteln: Birkenpollen-Allergiker reagieren häufig auf rohes Kernobst (Apfel, Birnen, Kirschen) sowie auf Nüsse. Dieses sogenannte orale Allergiesyndrom äußert sich durch Kribbeln und Jucken im Mund- und Rachenbereich.
Medikamentose Behandlung von Heuschnupfen
Antihistaminika lokal (Nasensprays und Augentropfen) und/oder systemisch (als Tabletten) der zweiten Generation sind das Mittel der Wahl bei histaminabhängigen Symptomen wie Niesattacken, Juckreiz und Fliessschnupfen. Nasale Kortikosteroide wirken gezielt gegen die entzündungsbedingte Nasenverstopfung. Mein wichtigster Tipp: Beginnen Sie mit der Antihistaminikatherapie 2–4 Wochen vor der erwarteten Pollensaison. Studien belegen, dass mit einer prophylaktischen Therapie der Histaminrezeptor-Spiegel in der Nasenschleimhaut deutlich gesenkt und ein besseres Therapieergebnis erzielt werden kann als bei einem Therapiestart bei bereits aufgetretenen Symptomen. Wer jedes Jahr im März auf Birkenpollen reagiert, sollte also nicht auf die erste Niesattacke warten.
Akupunktur und TCM bei Heuschnupfen Wien – was sagt die Wissenschaft?
Das Kernstück meines Therapieangebotes bei Pollenallergie ist die Akupunktur eventuell auch in Kombination mit chinesischer Kräutertherapie. Die wissenschaftliche Evidenz ist hier aussergewöhnlich stark.
Die bisher bedeutendste klinische Studie ist die ACUSAR-Studie (ACUpuncture in Seasonal Allergic Rhinitis) der Charite Universitatsmedizin Berlin: In dieser randomisiert-kontrollierten Multicenterstudie mit 422 PatientInnen (sensitisiert auf Birken- und Gräserpollen) wurde Akupunktur plus Notfallmedikament mit Scheinakupunktur plus Notfallmedikament und reiner Medikamentengabe verglichen. Das Ergebnis (Brinkhaus et al., 2013, Ann Intern Med 158:225-234, PMID 23420231) mit Akupunktur führte zu signifikant besserer rhinitisbedingter Lebensqualität und reduziertem Antihistaminika-Verbrauch gegenüber beiden Kontrollgruppen – und der Effekt hielt auch noch ein Jahr nach Therapieende an.
Eine weitere randomisiert-kontrollierte Studie speziell zur Prävention schwerer saisonaler Pollinosis (PMID 36808503, Zhongguo Zhen Jiu, 2023) zeigte, dass Akupunktur die Inzidenz moderater bis schwerer Heuschnupfen-Episoden signifikant reduziert, die Symptomstärke lindert, die Lebensqualität verbessert und den Bedarf an Notfallmedikamenten senkt.
Aus Sicht der TCM ist die Pollenallergie ein Zustand, bei dem äußere pathogene Faktoren – Wind und Hitze oder Wind und Kälte – auf ein geschwächtes körpereigenes Abwehr-Qi (Wei Qi) treffen. Ziel der Behandlung ist die Stärkung der Abwehrkräfte, die Regulierung des Qi-Flusses und die Reduktion der Überreaktionsbereitschaft des Immunsystems.
Mein Behandlungskonzept
- Akupunktur: Behandlungsbeginn idealerweise 4-6 Wochen vor der erwarteten Pollensaison; üblicherweise sind insgesamt 6-10 Akupunktur-Sitzungen notwendig, verteilt über die gesamte Pollensaison sowie zur präventiven Immunmodulation.
- Chinesische Kräutertherapie: individuell abgestimmte Rezepturen – eine bewährte Rezeptur ist z.B. Yu Ping Feng San (Jade-Windschutz-Pulver) zur Stärkung des Abwehr-Qi vor der Saison. Allerdings muss eine TCM-Rezeptur immer individuell an die Symptome angepasst werden.
- Medikamentöse Begleittherapie: primär ist der Anwendung von lokalen Antihistaminika (Nasenspray und Augentropfen) der Vorzug zu geben. Diese werden aus meiner Erfahrung leider oftmals vergessen. Wenn diese ungenügend wirken werden systemische Antihistaminika verordnet und auch, wenn benötigt, nasale Kortikosteroide verordnet. TCM und Schulmedizin schliessen einander nicht aus, ganz im Gegenteil sie ergänzen einander perfekt.
Praktische Tipps fur die Pollensaison 2026 in Wien
- Pollenapp nutzen: wien (MedUni Wien) – tagesaktuelle Belastung für Wien und ganz Österreich
- Stosslüften bevorzugt abends oder nach Regenfallen – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten
- Nach Aufenthalt im Freien: Kleidung wechseln und Haare waschen – Pollen sammeln sich besonders im Haar
- Regelmäßige Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlosung: einfach, kostenlos, wirksam
- Birkenpollen-Allergiker: rohes Kernobst und Nüsse in der Saison meiden oder nur gekocht konsumieren
- Sport und Outdoor-Aktivitäten bei starkem Pollenflug auf pollenarme Tages- und Wetterlagen verschieben
- Antihistaminika 2–4 Wochen vor Saisonbeginn starten – nicht erst bei starken Symptomen
Fazit
Die saisonale Pollinosis ist in Österreich eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und die Pollensaison 2026 verspricht besonders intensiv zu werden. Warten Sie nicht, bis aus dem saisonalen Heuschnupfen eine chronische Atemwegserkrankung wird. In meiner Wahlordination in Wien 3 stehe ich Ihnen fÜr eine umfassende Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie – schulmedizinisch und ganzheitlich mit Akupunktur und TCM – zur Verfügung. PatientInnen mit akuten Beschwerden erhalten bei Bedarf einen zeitnahen Termin.
Quellen & weiterfuhrende Literatur
[1] Brinkhaus B et al. (Charite Berlin) (2013). Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic Rhinitis: A Randomized Trial (ACUSAR). Annals of Internal Medicine 158(4):225-234. PMID 23420231. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23420231/
[2] Adam D et al. (2018). Impact of acupuncture on antihistamine use in SAR patients (secondary ACUSAR analysis). Acupuncture in Medicine. PMID 29440045. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29440045/
[3] PMID 36808503 (2023). Acupuncture for prevention of moderate to severe seasonal allergic rhinitis: RCT. Zhongguo Zhen Jiu 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36808503/
[4] Du SH et al. (2022). Filiform needle acupuncture for allergic rhinitis: systematic review and meta-analysis. Journal of Integrative Medicine. PMID 36068161. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36068161/
[5] Pollenservice Wien / MedUni Wien (2026). Pollensaison 2026: Bericht und Prognose. MedUni Wien – Pollenservice Wien. https://www.meduniwien.ac.at/web/en/pollenservice-wien/pollensaison-was-kommt/
[6] gesundheit.gv.at (2026). Pollenallergie 2026 – Starke Saison erwartet. Gesundheitsportal Osterreich. https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/aktuell-2026/pollensaison-2026.html
[7] Osterreichischer Polleninformationsdienst (OPID) (2026). Tagesaktuelle Pollenbelastung Osterreich. pollenservice.wien. https://www.pollenservice.wien
[8] medonline.at (2026). Pollensaison 2026: Mit hohen Belastungen ist zu rechnen. medonline.at (Fachzitat OPID). https://medonline.at/news/medizin/4000160214/pollensaison-2026-mit-hohen-belastungen-ist-zu-rechnen/

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes betreue ich in meiner internistisch-onkologischen Wahlordination in Wien sehr haufig PatientInnen, die unter den typischen Beschwerden eines Heuschnupfens leiden – medizinisch korrekt als saisonale Pollinosis oder allergische Rhinokonjunktivitis bezeichnet. Laut dem Osterreichischen Polleninformationsdienst (OPID) sind in Österreich rund zwei Millionen Menschen von Pollenallergien betroffen – Tendenz steigend. Bei den unter-30-Jährigen sind Allergien die haufigste chronische Erkrankung überhaupt.
Besonders aktuell: Die Pollensaison 2026 wird laut Pollenservice Wien der MedUni Wien nach dem schwächsten Birkenjahr der letzten 50 Jahre intensiver als zuletzt. Hasel, Erle und Birke zeigen überdurchschnittliche Aktivität – wer 2025 wenig Beschwerden hatte, sollte 2026 besonders aufmerksam sein.
Welche Pollen sind in Wien 2026 besonders relevant?
Die Pollensaison in Wien erstreckt sich mittlerweile von Februar bis Oktober – für viele Betroffene bedeutet das also bis zu neun Monate Pollensaison im Jahr . Laut medonline.at, beginnt die Pollensaison durch den Klimawandel immer früher und dauert immer länger. Die pollenfreie Zeit schrumpft auf wenige Wochen. Im Überblick:
- Februar – Marz: Hasel und Erle (Frühblüher) – 2026 besonders intensiv nach spätem, aber abruptem Start
- April – Mai: Birkenpollen – der wichtigste Auslöser für Pollenallergie in Wien; 2026 wird ein sogenanntes Mastjahr erwartet
- Mai – Juli: Gräserpollen und Roggen – mengenmassig häufigste Ursache saisonaler Allergien
- August – Oktober: Beifuss (Artemisia) und Ragweed (Ambrosia) – laut Pollenservice MedUni Wien vor allem im Osten Österreichs; Pollen werden aber auch aus Südosteuropa über weite Strecken transportiert
Was ist Pollenallergie – und wie entsteht sie?
Die Pollenallergie ist eine Erkrankung der Typ-I-Hypersensitivität: Das Immunsystem reagiert auf harmlose Pollenproteine wie auf gefährliche Eindringlinge. Bei Erstkontakt mit dem Allergen bildet der Körper allergenspezifische IgE-Antikorper, die sich an Mastzellen in den Schleimhauten anlagern. Bei erneutem Pollenkontakt werden Histamin und andere Entzündungsmediatoren ausgeschüttet. Das verursacht die typischen Beschwerden. Genetische Veranlagung, Luftverschmutzung und ein durch den modernen Lebensstil überreiztes Immunsystem gelten als Risikofaktoren.
Welche Symptome hat Heuschnupfen?
Die klassischen Symptome einer Pollenallergie sind Niesattacken, wassriger Fliessschnupfen, Nasenverstopfung sowie gerötete, juckende und tränende Augen. Viele PatientInnen berichten zusatzlich über Juckreiz im Gaumen, allgemeine Erschöpfung, vermehrtes Schwitzen, v.a. bei körperlicher Belastung sowie Konzentrationsstörungen. Besonders wichtig: Heuschnupfen ist keine harmlose Nasenerkrankung. Unbehandelt kann die chronische allergische Entzündung auf die unteren Atemwege übergreifen. Ein allergisches Asthma bronchiale kann eine mögliche Langzeitfolge sein.
Kreuzallergien bei Birkenpollen
Hasel, Erle und Birke können aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft sogenannte Kreuzallergien auslösen (gesundheit.gv.at – Pollensaison 2026) – sowohl untereinander als auch mit bestimmten Nahrungsmitteln: Birkenpollen-Allergiker reagieren häufig auf rohes Kernobst (Apfel, Birnen, Kirschen) sowie auf Nüsse. Dieses sogenannte orale Allergiesyndrom äußert sich durch Kribbeln und Jucken im Mund- und Rachenbereich.
Medikamentose Behandlung von Heuschnupfen
Antihistaminika lokal (Nasensprays und Augentropfen) und/oder systemisch (als Tabletten) der zweiten Generation sind das Mittel der Wahl bei histaminabhängigen Symptomen wie Niesattacken, Juckreiz und Fliessschnupfen. Nasale Kortikosteroide wirken gezielt gegen die entzündungsbedingte Nasenverstopfung. Mein wichtigster Tipp: Beginnen Sie mit der Antihistaminikatherapie 2–4 Wochen vor der erwarteten Pollensaison. Studien belegen, dass mit einer prophylaktischen Therapie der Histaminrezeptor-Spiegel in der Nasenschleimhaut deutlich gesenkt und ein besseres Therapieergebnis erzielt werden kann als bei einem Therapiestart bei bereits aufgetretenen Symptomen. Wer jedes Jahr im März auf Birkenpollen reagiert, sollte also nicht auf die erste Niesattacke warten.
Akupunktur und TCM bei Heuschnupfen Wien – was sagt die Wissenschaft?
Das Kernstück meines Therapieangebotes bei Pollenallergie ist die Akupunktur eventuell auch in Kombination mit chinesischer Kräutertherapie. Die wissenschaftliche Evidenz ist hier aussergewöhnlich stark.
Die bisher bedeutendste klinische Studie ist die ACUSAR-Studie (ACUpuncture in Seasonal Allergic Rhinitis) der Charite Universitatsmedizin Berlin: In dieser randomisiert-kontrollierten Multicenterstudie mit 422 PatientInnen (sensitisiert auf Birken- und Gräserpollen) wurde Akupunktur plus Notfallmedikament mit Scheinakupunktur plus Notfallmedikament und reiner Medikamentengabe verglichen. Das Ergebnis (Brinkhaus et al., 2013, Ann Intern Med 158:225-234, PMID 23420231) mit Akupunktur führte zu signifikant besserer rhinitisbedingter Lebensqualität und reduziertem Antihistaminika-Verbrauch gegenüber beiden Kontrollgruppen – und der Effekt hielt auch noch ein Jahr nach Therapieende an.
Eine weitere randomisiert-kontrollierte Studie speziell zur Prävention schwerer saisonaler Pollinosis (PMID 36808503, Zhongguo Zhen Jiu, 2023) zeigte, dass Akupunktur die Inzidenz moderater bis schwerer Heuschnupfen-Episoden signifikant reduziert, die Symptomstärke lindert, die Lebensqualität verbessert und den Bedarf an Notfallmedikamenten senkt.
Aus Sicht der TCM ist die Pollenallergie ein Zustand, bei dem äußere pathogene Faktoren – Wind und Hitze oder Wind und Kälte – auf ein geschwächtes körpereigenes Abwehr-Qi (Wei Qi) treffen. Ziel der Behandlung ist die Stärkung der Abwehrkräfte, die Regulierung des Qi-Flusses und die Reduktion der Überreaktionsbereitschaft des Immunsystems.
Mein Behandlungskonzept
- Akupunktur: Behandlungsbeginn idealerweise 4-6 Wochen vor der erwarteten Pollensaison; üblicherweise sind insgesamt 6-10 Akupunktur-Sitzungen notwendig, verteilt über die gesamte Pollensaison sowie zur präventiven Immunmodulation.
- Chinesische Kräutertherapie: individuell abgestimmte Rezepturen – eine bewährte Rezeptur ist z.B. Yu Ping Feng San (Jade-Windschutz-Pulver) zur Stärkung des Abwehr-Qi vor der Saison. Allerdings muss eine TCM-Rezeptur immer individuell an die Symptome angepasst werden.
- Medikamentöse Begleittherapie: primär ist der Anwendung von lokalen Antihistaminika (Nasenspray und Augentropfen) der Vorzug zu geben. Diese werden aus meiner Erfahrung leider oftmals vergessen. Wenn diese ungenügend wirken werden systemische Antihistaminika verordnet und auch, wenn benötigt, nasale Kortikosteroide verordnet. TCM und Schulmedizin schliessen einander nicht aus, ganz im Gegenteil sie ergänzen einander perfekt.
Praktische Tipps fur die Pollensaison 2026 in Wien
- Pollenapp nutzen: wien (MedUni Wien) – tagesaktuelle Belastung für Wien und ganz Österreich
- Stosslüften bevorzugt abends oder nach Regenfallen – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten
- Nach Aufenthalt im Freien: Kleidung wechseln und Haare waschen – Pollen sammeln sich besonders im Haar
- Regelmäßige Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlosung: einfach, kostenlos, wirksam
- Birkenpollen-Allergiker: rohes Kernobst und Nüsse in der Saison meiden oder nur gekocht konsumieren
- Sport und Outdoor-Aktivitäten bei starkem Pollenflug auf pollenarme Tages- und Wetterlagen verschieben
- Antihistaminika 2–4 Wochen vor Saisonbeginn starten – nicht erst bei starken Symptomen
Fazit
Die saisonale Pollinosis ist in Österreich eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und die Pollensaison 2026 verspricht besonders intensiv zu werden. Warten Sie nicht, bis aus dem saisonalen Heuschnupfen eine chronische Atemwegserkrankung wird. In meiner Wahlordination in Wien 3 stehe ich Ihnen fÜr eine umfassende Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie – schulmedizinisch und ganzheitlich mit Akupunktur und TCM – zur Verfügung. PatientInnen mit akuten Beschwerden erhalten bei Bedarf einen zeitnahen Termin.
Quellen & weiterfuhrende Literatur
[1] Brinkhaus B et al. (Charite Berlin) (2013). Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic Rhinitis: A Randomized Trial (ACUSAR). Annals of Internal Medicine 158(4):225-234. PMID 23420231. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23420231/
[2] Adam D et al. (2018). Impact of acupuncture on antihistamine use in SAR patients (secondary ACUSAR analysis). Acupuncture in Medicine. PMID 29440045. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29440045/
[3] PMID 36808503 (2023). Acupuncture for prevention of moderate to severe seasonal allergic rhinitis: RCT. Zhongguo Zhen Jiu 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36808503/
[4] Du SH et al. (2022). Filiform needle acupuncture for allergic rhinitis: systematic review and meta-analysis. Journal of Integrative Medicine. PMID 36068161. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36068161/
[5] Pollenservice Wien / MedUni Wien (2026). Pollensaison 2026: Bericht und Prognose. MedUni Wien – Pollenservice Wien. https://www.meduniwien.ac.at/web/en/pollenservice-wien/pollensaison-was-kommt/
[6] gesundheit.gv.at (2026). Pollenallergie 2026 – Starke Saison erwartet. Gesundheitsportal Osterreich. https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/aktuell-2026/pollensaison-2026.html
[7] Osterreichischer Polleninformationsdienst (OPID) (2026). Tagesaktuelle Pollenbelastung Osterreich. pollenservice.wien. https://www.pollenservice.wien
[8] medonline.at (2026). Pollensaison 2026: Mit hohen Belastungen ist zu rechnen. medonline.at (Fachzitat OPID). https://medonline.at/news/medizin/4000160214/pollensaison-2026-mit-hohen-belastungen-ist-zu-rechnen/

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes betreue ich in meiner internistisch-onkologischen Wahlordination in Wien sehr haufig PatientInnen, die unter den typischen Beschwerden eines Heuschnupfens leiden – medizinisch korrekt als saisonale Pollinosis oder allergische Rhinokonjunktivitis bezeichnet. Laut dem Osterreichischen Polleninformationsdienst (OPID) sind in Österreich rund zwei Millionen Menschen von Pollenallergien betroffen – Tendenz steigend. Bei den unter-30-Jährigen sind Allergien die haufigste chronische Erkrankung überhaupt.
Besonders aktuell: Die Pollensaison 2026 wird laut Pollenservice Wien der MedUni Wien nach dem schwächsten Birkenjahr der letzten 50 Jahre intensiver als zuletzt. Hasel, Erle und Birke zeigen überdurchschnittliche Aktivität – wer 2025 wenig Beschwerden hatte, sollte 2026 besonders aufmerksam sein.
Welche Pollen sind in Wien 2026 besonders relevant?
Die Pollensaison in Wien erstreckt sich mittlerweile von Februar bis Oktober – für viele Betroffene bedeutet das also bis zu neun Monate Pollensaison im Jahr . Laut medonline.at, beginnt die Pollensaison durch den Klimawandel immer früher und dauert immer länger. Die pollenfreie Zeit schrumpft auf wenige Wochen. Im Überblick:
- Februar – Marz: Hasel und Erle (Frühblüher) – 2026 besonders intensiv nach spätem, aber abruptem Start
- April – Mai: Birkenpollen – der wichtigste Auslöser für Pollenallergie in Wien; 2026 wird ein sogenanntes Mastjahr erwartet
- Mai – Juli: Gräserpollen und Roggen – mengenmassig häufigste Ursache saisonaler Allergien
- August – Oktober: Beifuss (Artemisia) und Ragweed (Ambrosia) – laut Pollenservice MedUni Wien vor allem im Osten Österreichs; Pollen werden aber auch aus Südosteuropa über weite Strecken transportiert
Was ist Pollenallergie – und wie entsteht sie?
Die Pollenallergie ist eine Erkrankung der Typ-I-Hypersensitivität: Das Immunsystem reagiert auf harmlose Pollenproteine wie auf gefährliche Eindringlinge. Bei Erstkontakt mit dem Allergen bildet der Körper allergenspezifische IgE-Antikorper, die sich an Mastzellen in den Schleimhauten anlagern. Bei erneutem Pollenkontakt werden Histamin und andere Entzündungsmediatoren ausgeschüttet. Das verursacht die typischen Beschwerden. Genetische Veranlagung, Luftverschmutzung und ein durch den modernen Lebensstil überreiztes Immunsystem gelten als Risikofaktoren.
Welche Symptome hat Heuschnupfen?
Die klassischen Symptome einer Pollenallergie sind Niesattacken, wassriger Fliessschnupfen, Nasenverstopfung sowie gerötete, juckende und tränende Augen. Viele PatientInnen berichten zusatzlich über Juckreiz im Gaumen, allgemeine Erschöpfung, vermehrtes Schwitzen, v.a. bei körperlicher Belastung sowie Konzentrationsstörungen. Besonders wichtig: Heuschnupfen ist keine harmlose Nasenerkrankung. Unbehandelt kann die chronische allergische Entzündung auf die unteren Atemwege übergreifen. Ein allergisches Asthma bronchiale kann eine mögliche Langzeitfolge sein.
Kreuzallergien bei Birkenpollen
Hasel, Erle und Birke können aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft sogenannte Kreuzallergien auslösen (gesundheit.gv.at – Pollensaison 2026) – sowohl untereinander als auch mit bestimmten Nahrungsmitteln: Birkenpollen-Allergiker reagieren häufig auf rohes Kernobst (Apfel, Birnen, Kirschen) sowie auf Nüsse. Dieses sogenannte orale Allergiesyndrom äußert sich durch Kribbeln und Jucken im Mund- und Rachenbereich.
Medikamentose Behandlung von Heuschnupfen
Antihistaminika lokal (Nasensprays und Augentropfen) und/oder systemisch (als Tabletten) der zweiten Generation sind das Mittel der Wahl bei histaminabhängigen Symptomen wie Niesattacken, Juckreiz und Fliessschnupfen. Nasale Kortikosteroide wirken gezielt gegen die entzündungsbedingte Nasenverstopfung. Mein wichtigster Tipp: Beginnen Sie mit der Antihistaminikatherapie 2–4 Wochen vor der erwarteten Pollensaison. Studien belegen, dass mit einer prophylaktischen Therapie der Histaminrezeptor-Spiegel in der Nasenschleimhaut deutlich gesenkt und ein besseres Therapieergebnis erzielt werden kann als bei einem Therapiestart bei bereits aufgetretenen Symptomen. Wer jedes Jahr im März auf Birkenpollen reagiert, sollte also nicht auf die erste Niesattacke warten.
Akupunktur und TCM bei Heuschnupfen Wien – was sagt die Wissenschaft?
Das Kernstück meines Therapieangebotes bei Pollenallergie ist die Akupunktur eventuell auch in Kombination mit chinesischer Kräutertherapie. Die wissenschaftliche Evidenz ist hier aussergewöhnlich stark.
Die bisher bedeutendste klinische Studie ist die ACUSAR-Studie (ACUpuncture in Seasonal Allergic Rhinitis) der Charite Universitatsmedizin Berlin: In dieser randomisiert-kontrollierten Multicenterstudie mit 422 PatientInnen (sensitisiert auf Birken- und Gräserpollen) wurde Akupunktur plus Notfallmedikament mit Scheinakupunktur plus Notfallmedikament und reiner Medikamentengabe verglichen. Das Ergebnis (Brinkhaus et al., 2013, Ann Intern Med 158:225-234, PMID 23420231) mit Akupunktur führte zu signifikant besserer rhinitisbedingter Lebensqualität und reduziertem Antihistaminika-Verbrauch gegenüber beiden Kontrollgruppen – und der Effekt hielt auch noch ein Jahr nach Therapieende an.
Eine weitere randomisiert-kontrollierte Studie speziell zur Prävention schwerer saisonaler Pollinosis (PMID 36808503, Zhongguo Zhen Jiu, 2023) zeigte, dass Akupunktur die Inzidenz moderater bis schwerer Heuschnupfen-Episoden signifikant reduziert, die Symptomstärke lindert, die Lebensqualität verbessert und den Bedarf an Notfallmedikamenten senkt.
Aus Sicht der TCM ist die Pollenallergie ein Zustand, bei dem äußere pathogene Faktoren – Wind und Hitze oder Wind und Kälte – auf ein geschwächtes körpereigenes Abwehr-Qi (Wei Qi) treffen. Ziel der Behandlung ist die Stärkung der Abwehrkräfte, die Regulierung des Qi-Flusses und die Reduktion der Überreaktionsbereitschaft des Immunsystems.
Mein Behandlungskonzept
- Akupunktur: Behandlungsbeginn idealerweise 4-6 Wochen vor der erwarteten Pollensaison; üblicherweise sind insgesamt 6-10 Akupunktur-Sitzungen notwendig, verteilt über die gesamte Pollensaison sowie zur präventiven Immunmodulation.
- Chinesische Kräutertherapie: individuell abgestimmte Rezepturen – eine bewährte Rezeptur ist z.B. Yu Ping Feng San (Jade-Windschutz-Pulver) zur Stärkung des Abwehr-Qi vor der Saison. Allerdings muss eine TCM-Rezeptur immer individuell an die Symptome angepasst werden.
- Medikamentöse Begleittherapie: primär ist der Anwendung von lokalen Antihistaminika (Nasenspray und Augentropfen) der Vorzug zu geben. Diese werden aus meiner Erfahrung leider oftmals vergessen. Wenn diese ungenügend wirken werden systemische Antihistaminika verordnet und auch, wenn benötigt, nasale Kortikosteroide verordnet. TCM und Schulmedizin schliessen einander nicht aus, ganz im Gegenteil sie ergänzen einander perfekt.
Praktische Tipps fur die Pollensaison 2026 in Wien
- Pollenapp nutzen: wien (MedUni Wien) – tagesaktuelle Belastung für Wien und ganz Österreich
- Stosslüften bevorzugt abends oder nach Regenfallen – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten
- Nach Aufenthalt im Freien: Kleidung wechseln und Haare waschen – Pollen sammeln sich besonders im Haar
- Regelmäßige Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlosung: einfach, kostenlos, wirksam
- Birkenpollen-Allergiker: rohes Kernobst und Nüsse in der Saison meiden oder nur gekocht konsumieren
- Sport und Outdoor-Aktivitäten bei starkem Pollenflug auf pollenarme Tages- und Wetterlagen verschieben
- Antihistaminika 2–4 Wochen vor Saisonbeginn starten – nicht erst bei starken Symptomen
Fazit
Die saisonale Pollinosis ist in Österreich eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und die Pollensaison 2026 verspricht besonders intensiv zu werden. Warten Sie nicht, bis aus dem saisonalen Heuschnupfen eine chronische Atemwegserkrankung wird. In meiner Wahlordination in Wien 3 stehe ich Ihnen fÜr eine umfassende Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie – schulmedizinisch und ganzheitlich mit Akupunktur und TCM – zur Verfügung. PatientInnen mit akuten Beschwerden erhalten bei Bedarf einen zeitnahen Termin.
Quellen & weiterfuhrende Literatur
[1] Brinkhaus B et al. (Charite Berlin) (2013). Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic Rhinitis: A Randomized Trial (ACUSAR). Annals of Internal Medicine 158(4):225-234. PMID 23420231. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23420231/
[2] Adam D et al. (2018). Impact of acupuncture on antihistamine use in SAR patients (secondary ACUSAR analysis). Acupuncture in Medicine. PMID 29440045. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29440045/
[3] PMID 36808503 (2023). Acupuncture for prevention of moderate to severe seasonal allergic rhinitis: RCT. Zhongguo Zhen Jiu 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36808503/
[4] Du SH et al. (2022). Filiform needle acupuncture for allergic rhinitis: systematic review and meta-analysis. Journal of Integrative Medicine. PMID 36068161. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36068161/
[5] Pollenservice Wien / MedUni Wien (2026). Pollensaison 2026: Bericht und Prognose. MedUni Wien – Pollenservice Wien. https://www.meduniwien.ac.at/web/en/pollenservice-wien/pollensaison-was-kommt/
[6] gesundheit.gv.at (2026). Pollenallergie 2026 – Starke Saison erwartet. Gesundheitsportal Osterreich. https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/aktuell-2026/pollensaison-2026.html
[7] Osterreichischer Polleninformationsdienst (OPID) (2026). Tagesaktuelle Pollenbelastung Osterreich. pollenservice.wien. https://www.pollenservice.wien
[8] medonline.at (2026). Pollensaison 2026: Mit hohen Belastungen ist zu rechnen. medonline.at (Fachzitat OPID). https://medonline.at/news/medizin/4000160214/pollensaison-2026-mit-hohen-belastungen-ist-zu-rechnen/

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.
Aufgrund meines ganzheitlichen Therapieansatzes betreue ich in meiner internistisch-onkologischen Wahlordination in Wien sehr haufig PatientInnen, die unter den typischen Beschwerden eines Heuschnupfens leiden – medizinisch korrekt als saisonale Pollinosis oder allergische Rhinokonjunktivitis bezeichnet. Laut dem Osterreichischen Polleninformationsdienst (OPID) sind in Österreich rund zwei Millionen Menschen von Pollenallergien betroffen – Tendenz steigend. Bei den unter-30-Jährigen sind Allergien die haufigste chronische Erkrankung überhaupt.
Besonders aktuell: Die Pollensaison 2026 wird laut Pollenservice Wien der MedUni Wien nach dem schwächsten Birkenjahr der letzten 50 Jahre intensiver als zuletzt. Hasel, Erle und Birke zeigen überdurchschnittliche Aktivität – wer 2025 wenig Beschwerden hatte, sollte 2026 besonders aufmerksam sein.
Welche Pollen sind in Wien 2026 besonders relevant?
Die Pollensaison in Wien erstreckt sich mittlerweile von Februar bis Oktober – für viele Betroffene bedeutet das also bis zu neun Monate Pollensaison im Jahr . Laut medonline.at, beginnt die Pollensaison durch den Klimawandel immer früher und dauert immer länger. Die pollenfreie Zeit schrumpft auf wenige Wochen. Im Überblick:
- Februar – Marz: Hasel und Erle (Frühblüher) – 2026 besonders intensiv nach spätem, aber abruptem Start
- April – Mai: Birkenpollen – der wichtigste Auslöser für Pollenallergie in Wien; 2026 wird ein sogenanntes Mastjahr erwartet
- Mai – Juli: Gräserpollen und Roggen – mengenmassig häufigste Ursache saisonaler Allergien
- August – Oktober: Beifuss (Artemisia) und Ragweed (Ambrosia) – laut Pollenservice MedUni Wien vor allem im Osten Österreichs; Pollen werden aber auch aus Südosteuropa über weite Strecken transportiert
Was ist Pollenallergie – und wie entsteht sie?
Die Pollenallergie ist eine Erkrankung der Typ-I-Hypersensitivität: Das Immunsystem reagiert auf harmlose Pollenproteine wie auf gefährliche Eindringlinge. Bei Erstkontakt mit dem Allergen bildet der Körper allergenspezifische IgE-Antikorper, die sich an Mastzellen in den Schleimhauten anlagern. Bei erneutem Pollenkontakt werden Histamin und andere Entzündungsmediatoren ausgeschüttet. Das verursacht die typischen Beschwerden. Genetische Veranlagung, Luftverschmutzung und ein durch den modernen Lebensstil überreiztes Immunsystem gelten als Risikofaktoren.
Welche Symptome hat Heuschnupfen?
Die klassischen Symptome einer Pollenallergie sind Niesattacken, wassriger Fliessschnupfen, Nasenverstopfung sowie gerötete, juckende und tränende Augen. Viele PatientInnen berichten zusatzlich über Juckreiz im Gaumen, allgemeine Erschöpfung, vermehrtes Schwitzen, v.a. bei körperlicher Belastung sowie Konzentrationsstörungen. Besonders wichtig: Heuschnupfen ist keine harmlose Nasenerkrankung. Unbehandelt kann die chronische allergische Entzündung auf die unteren Atemwege übergreifen. Ein allergisches Asthma bronchiale kann eine mögliche Langzeitfolge sein.
Kreuzallergien bei Birkenpollen
Hasel, Erle und Birke können aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft sogenannte Kreuzallergien auslösen (gesundheit.gv.at – Pollensaison 2026) – sowohl untereinander als auch mit bestimmten Nahrungsmitteln: Birkenpollen-Allergiker reagieren häufig auf rohes Kernobst (Apfel, Birnen, Kirschen) sowie auf Nüsse. Dieses sogenannte orale Allergiesyndrom äußert sich durch Kribbeln und Jucken im Mund- und Rachenbereich.
Medikamentose Behandlung von Heuschnupfen
Antihistaminika lokal (Nasensprays und Augentropfen) und/oder systemisch (als Tabletten) der zweiten Generation sind das Mittel der Wahl bei histaminabhängigen Symptomen wie Niesattacken, Juckreiz und Fliessschnupfen. Nasale Kortikosteroide wirken gezielt gegen die entzündungsbedingte Nasenverstopfung. Mein wichtigster Tipp: Beginnen Sie mit der Antihistaminikatherapie 2–4 Wochen vor der erwarteten Pollensaison. Studien belegen, dass mit einer prophylaktischen Therapie der Histaminrezeptor-Spiegel in der Nasenschleimhaut deutlich gesenkt und ein besseres Therapieergebnis erzielt werden kann als bei einem Therapiestart bei bereits aufgetretenen Symptomen. Wer jedes Jahr im März auf Birkenpollen reagiert, sollte also nicht auf die erste Niesattacke warten.
Akupunktur und TCM bei Heuschnupfen Wien – was sagt die Wissenschaft?
Das Kernstück meines Therapieangebotes bei Pollenallergie ist die Akupunktur eventuell auch in Kombination mit chinesischer Kräutertherapie. Die wissenschaftliche Evidenz ist hier aussergewöhnlich stark.
Die bisher bedeutendste klinische Studie ist die ACUSAR-Studie (ACUpuncture in Seasonal Allergic Rhinitis) der Charite Universitatsmedizin Berlin: In dieser randomisiert-kontrollierten Multicenterstudie mit 422 PatientInnen (sensitisiert auf Birken- und Gräserpollen) wurde Akupunktur plus Notfallmedikament mit Scheinakupunktur plus Notfallmedikament und reiner Medikamentengabe verglichen. Das Ergebnis (Brinkhaus et al., 2013, Ann Intern Med 158:225-234, PMID 23420231) mit Akupunktur führte zu signifikant besserer rhinitisbedingter Lebensqualität und reduziertem Antihistaminika-Verbrauch gegenüber beiden Kontrollgruppen – und der Effekt hielt auch noch ein Jahr nach Therapieende an.
Eine weitere randomisiert-kontrollierte Studie speziell zur Prävention schwerer saisonaler Pollinosis (PMID 36808503, Zhongguo Zhen Jiu, 2023) zeigte, dass Akupunktur die Inzidenz moderater bis schwerer Heuschnupfen-Episoden signifikant reduziert, die Symptomstärke lindert, die Lebensqualität verbessert und den Bedarf an Notfallmedikamenten senkt.
Aus Sicht der TCM ist die Pollenallergie ein Zustand, bei dem äußere pathogene Faktoren – Wind und Hitze oder Wind und Kälte – auf ein geschwächtes körpereigenes Abwehr-Qi (Wei Qi) treffen. Ziel der Behandlung ist die Stärkung der Abwehrkräfte, die Regulierung des Qi-Flusses und die Reduktion der Überreaktionsbereitschaft des Immunsystems.
Mein Behandlungskonzept
- Akupunktur: Behandlungsbeginn idealerweise 4-6 Wochen vor der erwarteten Pollensaison; üblicherweise sind insgesamt 6-10 Akupunktur-Sitzungen notwendig, verteilt über die gesamte Pollensaison sowie zur präventiven Immunmodulation.
- Chinesische Kräutertherapie: individuell abgestimmte Rezepturen – eine bewährte Rezeptur ist z.B. Yu Ping Feng San (Jade-Windschutz-Pulver) zur Stärkung des Abwehr-Qi vor der Saison. Allerdings muss eine TCM-Rezeptur immer individuell an die Symptome angepasst werden.
- Medikamentöse Begleittherapie: primär ist der Anwendung von lokalen Antihistaminika (Nasenspray und Augentropfen) der Vorzug zu geben. Diese werden aus meiner Erfahrung leider oftmals vergessen. Wenn diese ungenügend wirken werden systemische Antihistaminika verordnet und auch, wenn benötigt, nasale Kortikosteroide verordnet. TCM und Schulmedizin schliessen einander nicht aus, ganz im Gegenteil sie ergänzen einander perfekt.
Praktische Tipps fur die Pollensaison 2026 in Wien
- Pollenapp nutzen: wien (MedUni Wien) – tagesaktuelle Belastung für Wien und ganz Österreich
- Stosslüften bevorzugt abends oder nach Regenfallen – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten
- Nach Aufenthalt im Freien: Kleidung wechseln und Haare waschen – Pollen sammeln sich besonders im Haar
- Regelmäßige Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlosung: einfach, kostenlos, wirksam
- Birkenpollen-Allergiker: rohes Kernobst und Nüsse in der Saison meiden oder nur gekocht konsumieren
- Sport und Outdoor-Aktivitäten bei starkem Pollenflug auf pollenarme Tages- und Wetterlagen verschieben
- Antihistaminika 2–4 Wochen vor Saisonbeginn starten – nicht erst bei starken Symptomen
Fazit
Die saisonale Pollinosis ist in Österreich eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und die Pollensaison 2026 verspricht besonders intensiv zu werden. Warten Sie nicht, bis aus dem saisonalen Heuschnupfen eine chronische Atemwegserkrankung wird. In meiner Wahlordination in Wien 3 stehe ich Ihnen fÜr eine umfassende Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie – schulmedizinisch und ganzheitlich mit Akupunktur und TCM – zur Verfügung. PatientInnen mit akuten Beschwerden erhalten bei Bedarf einen zeitnahen Termin.
Quellen & weiterfuhrende Literatur
[1] Brinkhaus B et al. (Charite Berlin) (2013). Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic Rhinitis: A Randomized Trial (ACUSAR). Annals of Internal Medicine 158(4):225-234. PMID 23420231. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23420231/
[2] Adam D et al. (2018). Impact of acupuncture on antihistamine use in SAR patients (secondary ACUSAR analysis). Acupuncture in Medicine. PMID 29440045. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29440045/
[3] PMID 36808503 (2023). Acupuncture for prevention of moderate to severe seasonal allergic rhinitis: RCT. Zhongguo Zhen Jiu 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36808503/
[4] Du SH et al. (2022). Filiform needle acupuncture for allergic rhinitis: systematic review and meta-analysis. Journal of Integrative Medicine. PMID 36068161. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36068161/
[5] Pollenservice Wien / MedUni Wien (2026). Pollensaison 2026: Bericht und Prognose. MedUni Wien – Pollenservice Wien. https://www.meduniwien.ac.at/web/en/pollenservice-wien/pollensaison-was-kommt/
[6] gesundheit.gv.at (2026). Pollenallergie 2026 – Starke Saison erwartet. Gesundheitsportal Osterreich. https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/aktuell-2026/pollensaison-2026.html
[7] Osterreichischer Polleninformationsdienst (OPID) (2026). Tagesaktuelle Pollenbelastung Osterreich. pollenservice.wien. https://www.pollenservice.wien
[8] medonline.at (2026). Pollensaison 2026: Mit hohen Belastungen ist zu rechnen. medonline.at (Fachzitat OPID). https://medonline.at/news/medizin/4000160214/pollensaison-2026-mit-hohen-belastungen-ist-zu-rechnen/

Univ.-Doz. Dr. Barbara Dörner-Fazeny, M.Sc. TCM
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämtalogie, Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Barbara Dörner-Fazeny verbindet in ihrer medizinischen Arbeit die Präzision der modernen Hochleistungsmedizin mit bewährten, evidenzbasierten Ansätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Internistin und Onkologin setzt sie sich in ihrem Fachblog mit aktuellen Entwicklungen der Hämato-Onkologie auseinander und ordnet diese im Kontext eines integrativen Therapieverständnisses ein. Ihr Anliegen ist es, medizinische Zusammenhänge klar und objektiv darzustellen und Patientinnen und Patienten eine fundierte Orientierung für ganzheitliche Behandlungswege zu geben.





